Neuer Server: Webtropia Opteron Server S

Nach fast 2 Jahren auf meinem alten Server, einem Opteron 1210 mit Ubuntu 12.04 von webtropia stand nun mal wieder ein größeres Hardware- und Softwareupgrade an. Ubuntu 14.04 ist schon seit einiger Zeit zu haben und auch bei der Hardware hat sich einiges getan.

Auf der Suche nach dem Root-Server für mich bin ich beim Opteron Server S von webtropia.com gelandet. Der Server bietet eine aktuelle 8 Core CPU und für mich ausreichend RAM und Festplatten. Eine Besonderheit ist der Zugriff über IPMI, sodass man den Server komplett von zuhause aus verwalten kann. Sogar individuelle Neuinstallationen vom Betriebssystem sind mit dem IPMI Zugang kein Problem. Des weiteren wird auf der Produktseite sogar ein redundantes Netzteil inklusive beschrieben. Das kostet bei den meisten anderen Servern direkt einen satten Aufpreis. Insgesamt nur 39,99€ monatlich ohne Setupkosten und ohne Laufzeit finde ich für diesen Supermicro-Markenserver schon spitze!

Die Bereitstellung des neuen Servers erfolgte innerhalb von weniger als einer Stunde. Da ich keine Zusatzoptionen wie von der Grundkonfiguration abweichende Festplatten bestellt habe, lief dieser Prozess wohl vollkommen automatisch und ohne zutun eines Technikers. Sehr erfreulich! Erhalten habe ich eine saubere Ubuntu 14.04 Serverinstallation auf dem aktuellen Stand. Es war also nach der Installation nicht mehr nötig noch selbst Updates vorzunehmen.

Nun, wie waren meine Erfahrungen beim Upgrade? Da ich den Anbieter nicht gewechselt habe, konnte ich parallel den alten und neuen Server nutzen und meine Daten übertragen. Sicherheitshalber habe ich selbst meine Festplatten sicher gelöscht. Das war aus dem Rescue-System heraus auch kein Problem. Als ich damit fertig war habe ich nur noch der Buchhaltung Bescheid gegeben und der alte Server wurde anstandslos per sofort gekündigt. Die für einen virtuellen Server genutzte zusätzliche IP konnte ich vom alten Server dann auf den neuen übertragen lassen. Ein Renumbering war also nicht nötig. Die Übernahme der ersten Server IP Adresse war jedoch leider nicht möglich, da diese wohl fest mit dem Standort des Servers verknüpft ist.

Nach den ersten paar Tagen Betrieb sind meine Erfahrungen mit dem Server durchweg sehr gut. Geliefert wurde – wie schon beim letzten mal – genau das was auch bestellt wurde. Die CPU stimmt, der RAM und als Festplatten wurden Toshiba 24/7 Platten verbaut. Auch das IPMI funktioniert. Den Netzwerkdurchsatz habe ich gegen den Speedtest-Server von myloc und gegen externe Server wie den von QSC getestet. In beiden Fällen durchweg sehr gute Ergebnisse. Die Temperaturen sind nach meiner Auswertung sehr konstant. Festplatten laufen konstant um 30°C.

Alles in allem: Diesen Server kann ich weiterempfehlen! Die gebotene Leistung ist zu diesem Preis exzellent.

2 Gedanken zu „Neuer Server: Webtropia Opteron Server S

  1. phil

    Hi.

    Ich überlege den gleichen server zu mieten. Kannst du mir eine Frage zum IPMI beantworten: Ist die Weboberfläche des IPMI direkt und ständig vom Internet aus erreichbar? Also über eine öffentliche IP?

    Best practice ist ja, solch remote Zugänge wie IPMI, iLO, iDrac usw. hinter einer Firewall zu verstecken, und den Kunden über das Kundenmenü den Zugang temporär freischalten zulassen, sodass das IPMI nicht ständig im Internet hängt. Gerade die IPMI Implementierung von Supermicro ist sehr buggy, wird selten gefixt, und ist oft Ziel von Angriffen.

    Ich hatte bereits den Webtropia-Support gefragt, aber der hat mir allen ernstes gesagt, dass ein Hacker ja garnicht die IP meines IPMI kennen würde 😀 Vielleicht war das nur der Azubi am Support, aber schon bedenklich.

  2. admin

    Hallo Phil,

    die IP des IPMI ist öffentlich, ja. Der Support wird aber mit Sicherheit in der Lage sein die IP manuell für den Zugang von außen zu sperren bzw. wieder freizugeben. Ist zwar nicht so komfortabel, erfüllt aber deine Sicherheitsansprüche. Wenn genügend Leute danach fragen wird sowas ja eventuell früher oder später auch den Weg ins Kundeninterface finden. Leider sind scheinbar nicht viele Servermieter so sicherheitssensibel.

    Viele Grüße
    Peter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *