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Alle E-Mails an eine Adresse zustellen mit Exim

Von Entwicklungs- oder Stagingservern aus möchte man in der Regel keine E-Mails an Kunden raussenden. Das aber in einer (bestehenden) Anwendung zu berücksichtigen kann aufwändig und fehleranfällig sein. Besser wäre es doch, direkt den Mailserver die Mails abzufangen, noch bevor diese irgendwie zugestellt werden können. Die E-Mails kann man sich dann noch gleich zu einer eigenen Mailbox weiterleiten lassen um den Inhalt beim Testen schon mal zu Gesicht zu bekommen.

Hier nun ein Beispiel wie man so eine Konfiguration mit Debian/Ubuntu realisieren kann:
In der Datei /etc/exim4/exim4.conf.template gibt es einen REWRITE CONFIGURATION Abschnitt.
Nach dem begin rewrite kann man dann in der nächsten Zeile eine oder mehrere Regeln einfügen. Für den beschriebenen Fall könnte das dann so aussehen:
*@* devilhopper@example.com tT

Es gibt auch noch andere Flags als tT (das überschreibt alle To-Felder in der Mail). Eine Liste der Flags gibts im Exim-Manual.

Damit die Konfiguration aus dem Template in eine Exim-Konfiguration übersetzt wird, muss dann noch ein update-exim4.conf ausgeführt werden und mit /etc/init.d/exim4 restart Exim selbst neugestartet werden.

E-Mail bei anstehenden Debian/Ubuntu-Updates gefällig?

apticron sendet einem automatisch eine E-Mail zu, sobald Aktualisierungen anstehen. DIe Installation ist denkbar einfach, einfach apticron über apt-get install apticron installieren.

Als Standard-Empfänger ist root ausgewählt. Um sich die E-Mail weiterleiten zu lassen, kann man in /root/.forward mit dem Texteditor seiner Wahl die eigene E-Mail Adresse eintragen. Der Server wird dann bestmöglich versuchen die E-Mail zuzustellen. Ob vom Server aus das E-Mail senden klappt, kann man mit einem Einzeiler überprüfen: echo „test“ | mail -s „test“ [email adresse]. Wenn das nicht klappt, sollte man mal seine Systemkonfiguration überprüfen.

Die E-Mails von apticron enthalten außerdem einen Hinweis darauf, wie wichtig die Aktualisierung wohl ist. Für Serveradministratoren ist dieses Tool also überaus praktisch!

Gefunden habe ich apticron übrigens über das Wiki von Thomas Krenn.